Auf der Milchstraße

 

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Ich hab die Beschreibung zum Sternbild Perseus neu geschrieben und daraus eine kleine Reise über die Milchstraße gemacht. Hier ist sie:

Auf der Milchstraße

Habt ihr schon gewusst, daß man auf der Milchstraße spazieren fahren kann? Nein? Dann wisst ihr es jetzt. Man kann tatsächlich die Milchstraße für einen Ausflug benutzen. Auch wenn es nur im Traum ist…

Ich hatte einen solchen Traum.

Ich träumte, ich fuhr auf die Milchstraße, um Perseus zu besuchen. Das Wetter war schön und es versprach, eine wunderbar klare Nacht zu werden. Beste Voraussetzungen also für mein Vorhaben.

Die Auffahrt war in der Nähe des Fuhrmanns, der mir freundlich zuwinkte. Los ging´s mit der Reise über die Himmelsautobahn.

Im Reiseführer hatte ich gelesen, daß es nur ein paar Lichtjahre waren bis zu Perseus. Nicht besonders weit also! Noch vor der nächsten Ausfahrt würde ich ihn zu sehen bekommen. Ich schaltete vom dritten in den vierten Gang. Perseus sollte eigentlich leicht zu erkennen sein mit seiner Zipfelmütze und dem markanten Körper. Fünfter Gang! Es ging voran. Kaum Verkehr heute.

Da ertönte aus dem Lautsprecher des Himmelsradios ein lautes Halleluja. Verkehrsmeldung!

„Achtung, auf der Himmelsautobahn zwischen den Anschlußstellen Fuhrmann und Andromeda ist gerade ein Meteorit heruntergegangen. Die rechte Fahrspur ist gesperrt. Fahren Sie bitte vorsichtig an der Einschlagstelle vorbei!“

Es wäre auch zu schön gewesen. Einmal eine Reise ohne Hindernisse. So was gibt´s wohl nur im Traum. Ich schaltete herunter und wechselte auf die linke Spur. Vorsichtig fuhr ich an der Einschlagstelle vorbei, die in dichte Dunstschwaden gehüllt war. Es waren zwar keine Trümmer zu sehen, aber man konnte nie vorsichtig genug sein.

Es dauerte eine Weile, bis sich der Dunst verzogen hatte. Ich beschleunigte und hielt Ausschau nach Perseus. Hmm, sah irgendwie komisch aus, die Gegend. Rechts am Straßenrand saß eine kleine Eidechse. Und war war denn das da vorn? Kam da nicht ein Schwan angerauscht?

Dieser verflixte Meteorit mit seiner blöden Dampfwolke!

Ich war viel zu weit. Irgendwo dort hinten im Dampf, da war Perseus gewesen, unsichtbar im Moment des Vorbeifahrens.

Glücklichweise durfte man die Milchstraße in beide Richtungen befahren. Und es gab genügend Wendemöglichkeiten. Hinter dem Schwan drehte ich um und gab wieder Gas.

Es dauerte nicht lang, und ich hatte den Schwan eingeholt. Die Straße war nun frei und ich schaltete nochmal hoch. Die Eidechse saß immer noch da und schaute mit zu. ich passierte problemlos die Engstelle zwischen Eidechse und König Kepheus. Kassiopeia lies ich links liegen und rauschte an der Anschlußstelle Andromeda vorbei.

Vom Meteoriteneinschlag war nichts mehr zu sehen. Der Dunst hatte sich verzogen. Und so konnte ich ihn nun in voller Pracht sehen, den Held Perseus.

Der Ausflug hatte sich am Ende doch noch gelohnt. ich hatte gesehen, was ich sehen wollte und fuhr nun gemütlich nach Hause. Der Fuhrmann hatte sich schon zum Schlafen nieder gelegt. Ich hupte ihm einen leisen Gruß zu und verließ die Milchstraße.

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