Die Kleine Sagittariuswolke

Ihr erinnert euch doch bestimmt an meinen Blogartikel von der Geisterstunde. Ich hatte diesen Artikel als Übergang geplant von M 25 zu M 24. Aber irgendwie ist die ganze Sache dann aus dem Ruder gelaufen und ich habe angefangen zu erzählen. Macht aber nichts. Wir sind trotz des Umweges, den ich in der Geisterstunde gegangen bin, da angekommen, wo ich eigentlich hin wollte.

Wir waren gestartet bei dem offenen Sternhaufen M25 und wollten eigentlich direkt zu M24. Dann kam das Umleitungsschild, das uns in Richtung der Großen Sagittariuswolke führte. Von hier aus ging der Weg direkt ins Zentrum unserer Galaxie zu dem supermassereichen Schwarzen Loch mit dem Namen Sagittarius A*. Glücklicherweise hatten wir genug Anlauf genommen, um unbeschadet an dem Schwarzen Loch vorbeizukommen. Es war knapp, wir konnten den Schwarzschild-Radius schon aus dem Fenster sehen…

Das muß ein schönes Feuerwerk gewesen sein, als wir knapp am Ereignishorizont vorbeiflogen. Gemerkt haben wir nichts davon. Wir waren erst wieder aufnahmefähig, als wir in M24 angekommen waren. Ja, das ist nicht ganz ohne, eine so enge Passage um ein Schwarzes Loch…

Nun sind wir also da. Wir sind angekommen in der Kleinen Sagittariuswolke. Charles Messier hat diese Sternenwolke im Sternbild Schütze als 24. Objekt in seinen berühmten Katalog aufgenommen. Ihr dürft raten, wie sie dort heißt.

M24

M24 ist eines der ganz wenigen Messier-Objekte, das keinen Sternhaufen, keine Galaxie oder keinen Nebel darstellt. Es handelt sich schlichtweg um eine auffällige, dichte Ansammlung von Sternen unweit des galaktischen Zentrums. Diese Gegend gehört zusammen mit der Großen Sagittariuswolke zu den hellsten Teilen der Milchstraße.

Die Kleine Sagittariuswolke kann bei guten Bedingungen mit bloßem Auge gesehen werden. Bei einer Ausdehnung von etwa 2° x 1° beträgt die scheinbare Helligkeit 4,6 mag. Die Entfernung zu uns wird mit 10.000 Lichtjahren angegeben.

Damit schließe ich diesen Bildausschnitt der Aufnahmen aus einer kurzen Sommernacht ab und beginne, über die totale Mondfinsternis in Verbindung mit der Mars-Opposition am Freitag nachzudenken. Mal schaun, was das Wetter sagt…

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