Neues von der Sternwarte: Geplantes Setup

Der Platz für die Betonsäule steht fest. Der Aufbau erfolgt, wenn der Frühling den Winterfrost vertrieben hat 🙂

Zeit, um sich mit der Steuerung des Ganzen zu beschäftigen.

Folgende Ausrüstung will zusammengeschaltet und gesteuert werden:

Teleskop 10 Zoll RC, alternativ 5 Zoll MAK
Kamera ASI1600 mit Kühlung und Filterrad
Motorfocus Starlight Instruments
Montierung Skywatcher AZ-EQ6 GT

Die Steuerung soll vor Ort über einen Laptop mit Linux-Betriebssystem erfolgen. Es soll die Möglichleit bestehen, die Steuerung per Fernzugriff vom Wohnzimmer aus durchzuführen. Hier mal ein Bild, wie ich mir das Ganze vorstelle:

Teleskopsteuerung

Zur Erklärung:

Ich hab einen Werkzeugkoffer mit Elektronik, einem Haufen Schaltern und vielen Buchsen ausgestattet und ihn Teleskopkoffer genannt. Er enthält fest verdrahtet die Steuerbox für den Motorfocus, einen aktiven USB3-Hub für anständig Stromreserven und einen Router. Außerdem hab ich einen kleinen Raspberry-Computer eingebaut, den ich aber eher selten nutzen werde. Ist mir einfach zu langsam, das Ding.

Versorgt wird der Teleskopkoffer durch ein 12V-Netzteil oder, wenn ich im Feld bin, mit einer selbstgebauten Akkubox (sauschwer, das Teil).

Am Teleskopkoffer wird die Stromversorgung für Montierung, Kamerakühlung und Teleskop-Lüfter angestöpselt.
Das Steurkabel zum Motorfocus wird auch hier angeschlossen.
Und last but not least läuft das Kamerakabel in den Koffer.
Der Laptop wird auch in den Koffer eingesteckt.

Ich habe momental also 3 Kabel, die zum Teleskop bzw. der Montierung laufen:

– Stromversorgung 12V
– USB3 zur Kamera
– Steuerkabel zum Motorfocus

Ich versuche, so wenig Kabel wie möglich hier zu verwenden, da jedes zusätzlich Kabel Probleme bereiten kann. Neulich hätte ich mir beinahe die Stromversorgungs-Buchse an der Montierung abgerissen, da das Stromkabel hängengeblieben war und ich noch keine Zugentlastung eingebaut hatte. Nun wackelt die Buchse. Muß ich wohl bei Gelegenheit mal wieder anständig befestigen.

Ein Kabel könnte ich mir noch sparen, wenn ich die Steurbox für den Motorfosus Wifi-tauglich mache und irgendwo auf dem Teleskop befestige. Ich weiß noch nicht, ob mir das gefallen soll. Ganz abgeneigt bin ich aber nicht von dieser Modifikation.

Die Steuerzentrale ist, wie bereits gesagt, ein kleiner Laptop. Ich bin seit langen Jahren Nutzer von openSUSE. Allerdings gibt es die Software, die ich brauche nur zum Teil fertig für openSUSE. Für Ubuntu gibts alles fertig. Da ich KDE als Oberfläche liebe, habe ich den Laptop deshalb mit der KDE-Version von Ubuntu, also mit Kubuntu formatiert.

Ich benutze folgende Programme:

Stellarium zum Planen der Beobachtungen
Kstars mit EKOS zum Ansteuern von Kamera, Focus und Montierung
libindi für die Treiber
astrometry.net für das „plate-solving“
TigerVNC für die Verbindung zum Wohnzimmer-PC

Diese Steuerung, so ich sie beschrieben habe, funktioniert bereits. Läuft alles, sowohl per Laptop als auch per Raspberry. Das Einzige, das ich nicht ausprobiert habe, ist das Filterrad. Das war ein Geburttagesgeschenk zum Runden, nur gab es bisher keine Gelegenheit, das in der freien Wildnis zu testen 🙂

Ich warte schon sehnsüchtig auf den Frühling und auf klare Nächte mit freien Tagen, in denen ich nicht arbeiten muß (hab Überstunden zum Abfeiern ohne Ende).

Edgar

2 Gedanken zu „Neues von der Sternwarte: Geplantes Setup

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