Software für die Sternwarte Teil 1: Einleitung

Ich hab in meinen kleinen Sternenkarten eine neue Kategorie eingeführt. Diese nennt sich „Software für die Sternwarte„. In diese Kategorie kommt alles, was an Software notwendig ist, um Teleskop und Astrokamera zum Laufen zu bringen.

Schaun wir uns das mal genauer an.

In Windows gibt es die Ascom-Plattform. Das sind Programme und Treiber speziell für astronomische Bedürfnisse. Das Problem ist, ich hab kein Windows und will auch keins haben. Ich hab Linux.

Will ich in Linux mein Teleskop ansteuern, brauch ich Linux-Treiber für das ganze Brimborium. Und die gibt es unter dem lustigen Namen „indi“. Hier gibt es nun aber ein weiteres Problem.

Die Treiberbibliotheken von indi sind zweigeteilt. Da sind zum einen die offiziellen libindi-Treiber, und es gibt zusätzliche Treiber in einer bleeding-edge-Version. Meine Astroausrüstung ist nun so beschaffen, daß ich Treiber aus dem bleeding-edge brauche. Und diese Treiber gibt es nicht für openSUSE.

Ich benutze seit gefühlten Jahrzehnten Linux openSUSE und habe mich an diese Distribution gewöhnt. Hier weiß ich, wo ich was finde und wo ich drehen muß, wenn ich etwas optimieren will. Für eine andere Linux-Distribution, nämlich für Ubuntu, gibt es die notwendigen indi-Treiber fix und fertig in Repositories. Nur komme ich mit Ubuntu nicht gut zurecht. Also muß ich schaun, wie ich die entsprechende Treiber nach openSUSE kriege.

Nun gut, das ist nicht die größte Schwierigleit. Ich muß nur den Sourcecode der entsprechenden Programme und Treiber herunterladen und selber kompilieren. Ist machbar, nur kommt da schon wieder ein Problem ins Spiel. Es gibt Anleitungen zum Kompilieren von indi, kstars und Konsorten. Nur beziehen sich diese Anleitungen alle auf Ubuntu. Die Programmpakete in Ubuntu haben nun aber ganz andere Namen als die in openSUSE.

Ich habe mir die Mühe gemacht, alle für openSUSE notwendigen Programmpakete zusammenzustellen, und das sind eine ganze Menge. Mit diesen Namen ist es mir nun möglich zu kompilieren und damit meine Astro-Hardware auch in openSUSE ansprechbar zu machen.

In den folgenden Artikeln dieser Reihe erzähle ich, wie ich mein Astro-System in openSUSE zum Laufen gebracht habe.

stay tuned 🙂

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