Astro-Software 6: indi-core kompilieren

Beschreibung

INDI ist eine Abkürzung für Instrument-Neutral-Distributed-Interface. Das Indi-Protokol dient dabei als Schnittstelle zwischen der Hard- und der Software.

Als Hardware sind in unserem Fall Teleskopmontierung, Kamera, Fokussierer etc. zu verstehen. Sie werden von indi-Treibern angesteuert, die ihrerseits mit dem indi-server kommunizieren.

Auf der anderen Seite steht unsere grafische Bediensoftware, also kstars, Stellarium etc, die sich als Client ebenfalls mit dem Indi-Server unterhält.

Durch diese Server – Client – Architektur müssen die Hardware-Treiber und die GUI-Clients sich nicht auf demselben Rechner befinden, was bedeutet, daß man daheim vom Wohnzimmer aus Equipement auf der anderen Seite der Welt steuern kann.

indi-core beinhaltet dieses ganze Brimborium und ist deshalb wirklich das Herz der Teleskopansteuerung.

Abhängigkeiten auflösen

Damit indi-core kompiliert werden kann, müssen erst ein paar Softwarepakete den Weg auf unsere Festplatte finden:

sudo zypper install \
cfitsio-devel \
libnova-devel \
libusb-1_0-devel \
libcurl-devel \
gsl-devel \
libjpeg8-devel \
libogg-devel \
libtheora-devel \
fftw3-devel \
libjpeg8-devel \
gtest \
gmock

Sourcecode herunterladen

Nun holen wir uns die Quelldateien aus dem github.

cd ~/astrostuff &&\
git clone --depth=1 https://github.com/indilib/indi.git

Die Übersetzung:

  1. Wechsle ins Hauptverzeichnis „astrostuff“
  2. Clone den Quellcode in dieses Verzeichnis

Im Hauptverzeichnis ist nun ein Unterverzeichnis mit dem Namen „indi“erschienen, in dem der Quellcode für „indi-core“ liegt.

Kompilieren

Jetzt kompilieren wir das Ganze

mkdir -p ~/astrostuff/build/indi-core &&\
cd ~/astrostuff/build/indi-core &&\
cmake -DCMAKE_INSTALL_PREFIX=/usr/local -DCMAKE_BUILD_TYPE=Release ~/astrostuff/indi &&\
sudo make -j4 install

Die Übersetzung:

  1. Erstelle im Hauptverzeichnis ein Verzeichnis mit dem Namen „build“. Und erstelle in „build“ ein Unterverzeichnis mit dem Namen „indi-core“
  2. Wechsle ins Unterverzeichnis „indi-core“
  3. Bereite das Projekt auf das Kompilieren vor
  4. Kompiliere das Ganze (make) und installiere es auf der Festplatte (install).

Die fertig kompilierten Dateien wandern damit in den Ordner /usr/local (Standard in Linux für cmake) und harren der Dinge, die da kommen.

Wir harren auch, was denn da noch kommt 🙂

Hinweis

Geschrieben für und getestet mit Linux openSUSE Tumbleweed.
Die Verwendung von Code, der in dieser Astro-Software-Reihe gezeigt wird, erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr.

Die Artikel bauen aufeinander auf und müssen der Reihe nach abgearbeitet werden, sonst klappt es nicht mit dem kompilieren.

https://sternenkarten.com/
Menüpunkt: Astro-Software

3 Gedanken zu „Astro-Software 6: indi-core kompilieren

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