Sternbild Adler

Sternbild Adler

Bezeichnungen
Adler:    Lat. Aquila   Gen. Aquilae   Kürzel Aql
Günstigste Beobachtungsmonate
Adler:    5 6 7 8 9 10

Sternenkarten

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Sternbild Adler
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Beschreibung

Das Sternbild Adler liegt auf der Milchstraße. Es scheint, als wolle der Adler  nach unten aus dem Bild fliegen.

Und hinter dem Adler schwebt schon der Schwan heran, die Flügel weit ausgebreitet.

Das Sommerdreieck

Ich hab in die Sternenkarte noch die Leier reingemalt. Die drei Sternbilder  Schwan, Adler und Leier haben dermaßen helle Hauptsterne, daß sie am Nachthimmel kaum übersehen werden können Die Sterne sind:

Altair (im Sternbild Adler)
Wega (im Sternbild  Leier)
Deneb (im Sternbild Schwan)

Diese auffällige Sternenkonstellation  wird Sommerdreieck genannt.

Die hellsten Sterne des Nordhimmels

Weil wir gerade bei den sehr auffälligen Sternen Altair im Sternbild Adler, Wega im Sternbild Leier und Deneb im Sternbild Schwan sind. Ich hab eine Liste der hellsten Sterne des Nordhimmels zusammengestellt.

Sternenhelligkeiten

Und weil wir gerade bei den hellsten Sternen des Nordhimmels sind. Hier geht es zu zu meinem Artikel über die Magnitudenskala.

Prometheus und Pandora

Am Anfang gab es noch keine Menschen auf der Erde. Die Welt gehörte allein den Göttern. Darüber hab ich beim Sternbild Steinbock schon ein wenig erzählt.

Diese Leere auf der Erde gefiel dem Titanen Prometheus nicht besonders. Er formte aus Ton Puppen und impfte sie mit den besten Eigenschaften der Tiere. Dann bat er Pallas Athene,  ihnen Verstand und Vernunft zu geben.  Die Menschheit war geboren.

Prometheus machte es sich zur Aufgabe, über seine Schöpfung zu wachen. Er wurde der Lehrmeister der Menschen.

Eines Tages fiel den Göttern auf, daß sie nicht mehr allein auf der Welt waren. Dort unten auf der Erde tummelten sich geschäftig Menschen, deren Aussehen dem der Götter glich. Sie  überlegten, ob ihnen diese neugeschaffene Rasse gefallen solle.

Die Menschen würden ihnen nicht schaden können, so machtlos wie sie waren.  Man könnte sie aber für das eigene Vergnügen benutzen. Allerdings sollte man ihnen gleich von Anfang an klar machen, wer das Sagen hat.

Die Götter verlangten Opfer von den Menschen.

Die Menschen taten ihr Bestes, den Göttern zu gefallen. Sie brachten die geforderten Tieropfer. Da sie aber in der Jagd noch nicht geübt waren, fiel ihnen das Geben manchmal schwer. Es war nicht so, daß  sie nichts geben wollten, sondern daß sie nichts zum Geben hatten.

Prometheus versuchte, seinen Menschen zu helfen. Er manipulierte die Tieropfer so, daß die Göttern immer nur die Haut und die Knochen bekamen. Das Fleisch blieb bei den hungernden Menschen.

Man kann sich ausmalen, daß diese Manipulation nicht sehr lange verborgen blieb. Zeus zürnte und nahm den Menschen zur Strafe das Feuer weg. Prometheus jedoch holte sich die Flammen postwendend zurück. Er zündete einen Zweig am Sonnenwagen des Helios an und brachte ihn auf die Erde.

Nun tobte Zeus. Was sollte das? Was sollte diese Missachtung seines Willens?

Zeus ließ eine wunderschöne junge Frau formen, hauchte ihr Leben ein und schickte sie auf die Erde. Das Mädchen hieß Pandora. Sie hatte vom Göttervater eine Büchse erhalten, die sie mit auf die Erde nahm.

Pandora lebte sich schnell auf der Erde ein und fand im Bruder von Prometheus einen Gefährten. Aus der anfänglichen Freundschaft wurde Liebe und die beiden heirateten.

Die Büchse der Pandora stand lange Zeit auf auf der Kommode im Schlafraum der beiden. Eines Tages konnte die Frau ihre Neugier nicht mehr bezwingen. Sie wollte wissen, was drin war in der Büchse. Nur ganz kurz hob sie den Deckel, um hineinzuschauen.

Wie ein Schwall kam es ihr entgegen. All das Schlechte, das in der Büchse eingesperrt war, entwich durch die kleine Öffnung, die Pandora geschaffen hatte. Zu Tode erschrocken drückte sie den Deckel zurück auf die Büchse. Es war zu spät. Nur die Hoffnung blieb zurück, eingesperrt in der Büchse.

Von diesem Moment an gab es Siechtum und Krankheiten auf der Erde.

Zeus war zufrieden mit dem Geschehen. Die der Menschheit zugedachte Strafe würde Früchte tragen. Nun war Prometheus an der Reihe.

Zeus ließ den Titanen einfangen und kettete ihn an einen Felsen.

Kein Essen, kein Trinken, brennende Sonne, Prometheus mußte leiden. Und er konnte nicht sterben, denn er stammte von den Göttern ab. Er war ein Unsterblicher.

Jeden Tag kam ein Adler angeflogen. Jeden Tag hackte dieser Vogel ein Stück Leber aus dem Leib von Prometheus. Und jede Nacht wuchs die Leber des Titanen wieder nach. Und jeden neuen Tag war der Adler wieder da mit seinem scharfen Schnabel.

Die Qual von Prometheus dauerte Jahrhunderte.

Die Erlösung kam unverhofft in der Gestalt von Herakles. Der Held scherte sich nicht um den Willen der Götter. Er zerschlug die Ketten, mit denen Prometheus an den Felsen gefesselt war und schenkte ihm damit die Freiheit.

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