Sternbild Andromeda

Sternbild Andromeda

Bezeichnungen
Andromeda:  lat. Andromeda    Gen. Andromedae     Kürzel  And
Günstigste Beobachtungsmonate
Andromeda:  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

 

Sternenkarten

Sternbild Andromeda: Die königliche Familie
koenigliche Familie
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Sternbild Andromeda: Auffindkarte
Auffindhilfe Andromeda
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Beschreibung

Ich gebe zu, daß ich das Sternbild Andromeda nicht auf den ersten Blick finde. Ich muß mich da immer herantasten. Und das mach ich so:

Das große W vom Sternbild Kassiopeia fällt mir auf, selbst wenn ich mit geschlossenen Augen durch die Nacht stolpere. Hab ich Kassiopeia entdeckt, dann fällt die markante Figur von Perseus ins Auge. Perseus hat den Arm ausgestreckt, so als wolle er Andromeda am Fuß packen und wegziehen.

Damit hab ich schon mal die schönen Beine von Andromeda gefunden.

Der zweite Fixpunkt ist für mich der Bommel der Zipfelmütze von Andromeda. Es muß kalt gewesen sein zu der Zeit, denn die Königstochter hat die Mütze tief ins Gesicht gezogen.

Der Bommel ist einer von vier auffälligen Sternen, die ein Quadrat in den Himmel zeichnen, das Pegasusquadrat, auch Herbstviereck genannt. Dieses Quadrat gehört aber nicht zum Sternbild Andromeda, sondern zum Sternbild Pegasus.

 

Eine königliche Familie

Einst lebte im fernen Äthiopien ein König, der sein Land hart, aber gerecht regierte. Der Name des Königs war Kepheus. Seine Gemahlin Kassiopeia war eine attraktive Frau, hatte aber ein sehr loses Mundwerk.

Das Königspaar hatte eine Tochter, die Andromeda gerufen wurde.

Kassiopeia war sehr von sich und ihrer Schönheit überzeugt. „Spieglein, Spieglein an der Wand, zeig mir die Schönste im ganzen Land“, so hörte man sie oft und laut sagen. Vielleicht zu oft, vielleicht auch zu laut, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, daß den Nereiden dieses Rumgetöne von Kassiopeia auf den Nerv ging. Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr hatten es die Nereiden ertragen, aber nun war ihre Geduld erschöpft. Sie beschwerten sich beim Meeresgott Poseidon. Und Poseidon, auch schon am Ende seiner Geduld, fackelte nicht lange. Er schickte ein gefürchtetes Meeresungeheuer und befahl ihm, die Küsten Äthiopiens zu verwüsten.

Kepheus sah das Unheil, welches das Ungeheuer, ein riesiger wütender Walfisch, anrichtete. Er sah Elend über die Bewohner der Küstenregion kommen. Würde es ihm sein Volk verzeihen, wenn er untätig bliebe? Nein! Kepheus hatte keine Wahl, er mußte handeln.

Es gab nur eine Möglichkeit, sein Königreich vor dem Walfisch zu bewahren, ein Menschenopfer. So schwer es Kepheus auch fiel, er mußte seine Tochter Andromeda opfern.

Die Königstochter wurde zur Küste gebracht und an einen Felsen gekettet.

Andromeda wand sich hin und her, die Ketten waren aber zu fest. Ihre Handgelenke waren schon dick angeschwollen von den vergeblichen Versuchen, sich zu befreien. Was Andromeda auch probierte, sie konnte die Fesseln nicht abschütteln. Sie schloss mit ihrem Leben ab und wartete auf den Tod.

Ein Zufall wollte es, daß zu dieser Zeit Perseus in der Nähe war. Der Held hatte eine lange Reise hinter sich und einen langen Weg noch vor sich. Er hatte in Äthiopien Rast gemacht, um Kraft zu schöpfen.

Eines Abends, als Perseus einen Spaziergang machte, hörte er ein leises und verzweifeltes Wimmern. Es schien von einem Felsen zu kommen, dort unten, nah der Küste. Es klang, als rufe jemand nach Hilfe.

Perseus kletterte den Felsen hinab und fand ein wunderschönes Mädchen, mit dicken Ketten an einen Stein gefesselt. Der Blick des Mädchens war verzweifelt. Sie brachte keinen Ton hervor. Aber ihre Augen schienen zu rufen: „Hilf mir! Bitte!“

Perseus zerschlug die Fesseln von Andromeda, nahm das Mädchen vorsichtig in seine Arme und trug sie weg.

Unweit des Geschehens weidete ein Pferd. Pegasus, so war der Name des Pferdes, gehörte König Kepheus. Unser Held setzte Andromeda, die sich inzwischen etwas erholt hatte, auf den Rücken des Pferdes und gab dem Tier einen leichten Klaps. Erstaunt beobachtete er, wie das Pferd Flügel ausfuhr und sich in die Lüfte erhob. Gerade noch konnte er aufspringen und sich an der Mähne von Pegasus festhalten.

Perseus und Andromeda flohen auf dem geflügelten Pferd aus Äthiopien.

Die handelnden Personen dieser kleinen Geschichte befinden sich zum größten Teil als „Sternbildergruppe“ am Himmel

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