Sternbild Jungfrau

Sternbild  Jungfrau

Bezeichnungen
Jungfrau:   lat. Virgo     Gen. Virginis     Kürzel Vir
Günstigste Beobachtungsmonate
Jungfrau:            3 4 5 6

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Beschreibung

Das Sternbild Jungfrau ist am Sternenhimmel unterhalb des Bärenhüters positioniert. Es erinnert fast ein bisschen an Andromeda.

Das Sternbild Jungfrau hat mit Spica einen hellen Stern zu bieten. Spica nimmt in der ewigen Weltrangliste der hellsten Sterne des Nordhimmels Rang 15 ein.

Die Jungfrau hat zwei Nachbarn, die sich auch durch helle Sterne auszeichnen.

Das Sternbild Löwe blinkt die Schwanzspitze des Löwen auffällig hell. Es scheint fast so, als hätte der Löwe sich eine kleine Laterne an den Schwanz gebunden. Der Stern Denebola ist nur ein klein wenig dunkler als Polaris, der Polarstern.

Da wär dann noch das Sternbild Bärenhüter. Sein Hauptstern Arktur überstrahlt alles. Es gibt nur einen Stern am Nachthimmel, der noch heller ist als Arktur. Das ist Sirius im Sternbild Großer Hund.

An den drei Sternen Spica, Denebola und Arktur kann man sich gut orientieren, wenn man das Sternbild Jungfrau sucht.

Denebola, die auffällig leuchtende Schwanzspitze des Löwen ist nur ein kleine wenig dunkler als Polaris, unser Polarstern.
Spica, der recht Hüftstern der Jungfrau, nimmt gar Rang 15 in der ewigen Weltrangliste der hellsten Sterne des Nordhimmels ein.
Und Arktur im Bärenhüter überstrahlt sowieso alles. Ist er doch hinter dem Hundsstern Sirius die unangefochtene Nummer 2 des Nordhimmels.

Das Sternbild Jungfrau hat im Zusammenspiel mit dem Sternbild Haar der Berenike einiges zu bieten. Es können dort unzählige deepsky-Objekte gefunden werden. Diese Gegend wird Virgo-Galaxienhaufen genannt.

 

Demeter, die Göttin der Fruchtbarkeit

Zeus!

Wenn ich diesen Namen nenne, dann wißt ihr schon, was Sache ist. Zeus war kein Kostverächter. Er nahm alles mit, was auf seinem Weg lag und nicht bei Drei auf den Bäumen war! Sogar vor seiner Schwester machte er nicht halt…

Demeter war die Göttin der Fruchtbarkeit. Sie sorgte dafür, daß alles wuchs und reiche Frucht trug. Sie sorgte dafür, daß Menschen und Götter zu essen hatten. Demeter war die Schwester von Zeus. Und eines Tages wurde sie von ihrem Bruder geschwängert. Das Kind dieses Abenteuers war Persephone.

Der Raub der Persephone

Persephone wuchs heran und wurde zu einer wunderschönen jungen Frau.

Derweil begann sich Hades, der Bruder von Zeus, in seiner Unterwelt zu langweilen. An dieser Langeweile war wahrscheinlich Äskulap schuld. Der Schlangenträger verhinderte durch seine phänomenale Heilkunst Neuzugänge ins Reich der Toten. Hades sehnte sich nach Kurzweil. Er beschloss, eine Frau zu suchen, die ihm diese Kurzweil bot. Seine Wahl fiel auf die schöne Persephone.

Demeter war starr vor Verzweiflung, als sie ihre Tochter in der Unterwelt verwinden sah, geraubt von Hades. Sie setzte alle Hebel in Bewegung, um ihr Kind zurückzuholen, aber leider ohne Erfolg. So griff sie zum letzten Mittel, der ihr blieb. Sie streikte!

Die Göttin der Fruchtbarkeit hatte zum Generalstreik aufgerufen. Sie weigerte sich, die Erde weiterhin fruchtbar werden zu lassen.

Nichts wuchs mehr und bald hatten die Menschen alle ihr Vorräte an Lebensmitteln aufgebraucht. Eine große Hungersnot breitete sich aus. Und da die Menschen nichts mehr zu essen hatten, konnten sie den Göttern keine Opfergaben mehr bringen. Auch die Götter hungerten.

Es mußte eine Lösung gefunden werden, denn diese Situation war auf Dauer unhaltbar. Zeus und Hades einigten sich darauf, daß Persephone zurück in die welt des Lichtes durfte, allerdings nur für 8 Monate im jahr. Die restlichen vier Monate mußte sie in der Unterwelt verbringen.

Acht Monate im Jahr freute sich Persephone an ihrer Freiheit und in diesen acht Monaten sorgte Demeter für Wachstum und reiche Ernten. Die vier Monate aber, die Persephone bei Hades verbringen mußte, ließen ihre Mutter trauern.. In dieser Zeit wuchs nichts mehr, nichts außer Eisblumen an den Fenstern.

So entstand der Wachstumszyklus der in der Natur!

Heute ist die Agrartechnik so weit fortgeschritten, daß man glaubt, auf die Hilfe von Demeter verzichten zu können. Demeter, nun beschäftigungslos, verlies den Olymp. Und ihre Tochter Persephone fand letztendlich ihre wohlverdiente Ruhe als Sternbild am Himmel.

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