Herkules (Sternbild)

Sternbild Herkules

Bezeichnungen
Herkules:    lat. Hercules    Gen. Herculis    Kürzel Her
Günstigste Beobachtungsmonate
Herkules:   4 5 6 7 8 9

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Beschreibung

Das Sternbild Herkules ist wegen seiner dunklen Sterne nicht sehr leicht auszumachen. Deshalb habe ich mir eine Eselsbrücke geschaffen:

Ich denke mir eine Verbindungslinie zwischen Spica (in der Leier) und Arktur (im Bärenhüter). Diese beiden Sterne sind auffällig, wenn sie am Himmel stehen. Nach ein Drittel der Strecke, von der Leier aus gesehen kreuzt die Linie den Kopf des Herkules.

Ich hab Herkules als ängstlichen Kerl gemalt, der vor dem Drachen zu fliehen scheint. Dabei war Herkules alles andere als ängstlich. Er war vielmehr einer der größten Helden, den es gab.

Bei den Griechen wurde Herkules übrigens Herakles gerufen.

Es wundert mich, daß Zeus dem Sternbild Herkules nur so dunkle Sterne spendiert hat, repräsentiert es doch einen der größten Helden überhaupt.

Auch wenn das Sternbild Herkules heißt, wird Herkules in den folgenden Geschichten als Herakles auftreten. Ganz so, wie es seiner griechischen Herkunft geziemt.

 

 

Zeus, Amphitryon und Alkmene

Amphitryon, der spätere Feldherr von Theben,  hatte einen Feldzug gegen die Taphier erfolgreich abgeschlossen. Nun war auf dem Heimweg und wurde schon sehnsüchtig von seiner Gattin Alkmene erwartet.

Zeus wußte, daß Amphitryon noch eine Zeitlang brauchen würde, bis er zu Hause war. Seit langem schon hatte er ein Auge auf dessen Frau  geworfen. Nun würde sich die Gelegenheit für ein Liebesabenteuer ihr bieten. Zeus nahm die Gestalt des Feldherrn an und ging zu Alkmene.

Das Liebesspiel der beiden war heiß und hatte Folgen. Zeus zeugte ein Kind.

Am nächsten Abend erschien der richtige Amphitryon in der Stadt. Er schloss seine Frau in die Arme und küsste sie leidenschaftlich. Eng umschlungen ließen sich die Beiden auf ihr Bett fallen.

Das Liebesspiel der beiden war heiß und hatte Folgen. Diesmal war es Amphitryon, der ein Kind zeugte.

Das Ergebnis dieser beiden Liebesnächte konnte neun Monate später bewundert werden. Es waren Zwillinge.

Einer der Zwillinge bekam den Namen Herakles. Ihr dürft raten, wer sein Vater war…

Der Erstgeborene der beiden sollte später einmal Herrscher von Mykene werden. Zeus hatte diese Aufgabe eigentlich dem Herakles zugedacht. Es gab aber jemanden, der damit ganz und gar nicht einverstanden war.

Hera, die Gattin von Zeus, wußte genau, was ihr Gatte trieb, wenn er die Erde besuchte. Sie war genau informiert über seine vielen Eskapaden. Nun bot sich ihr die Gelegenheit für Rache.

Sie verzögerte die Geburt des Herakles und nahm ihm damit das Recht, Herrscher zu werden.

Die Milchstraße entsteht

Alkmene liebte die beiden Zwillinge.

Eines Tages fand sie heraus, daß es Hera gewesen war, die die Geburt von Herakles hintertrieben hatte. Und sie ahnte, daß die Göttin ihrem Sohn immer noch schaden wollte. So beschloss sie schweren Herzens, ihn wegzugeben.

Pallas Athene, die Göttin der Weisheit, half Alkmene, den Knaben unterzubringen. Sie schmuggelte ihm im Olymp ein und bat Hera, sich ihm anzunehmen.

Hera, die den Knaben nicht erkannte, willigte freudig ein. Sie setzte das Kind an ihre Brust und stillte es.

Herakles war damals schon ungestüm. Er trank begierig die Milch der Hera. Dabei sog er so stark an ihrer Brust, daß es Hera den Knaben wegstieß. Die überschüssige Milch schoss aus der Brust von Hera heraus und verteilte sich über den Himmel.

Die Milchstraße war entstanden.

Die zwei Schlangen

Athene brachte Herakles zurück zu seiner Mutter Almene. Es dauerte nicht lange, bis Hera davon Wind bekam. Eine neue Gelegenheit für ihre Rache! Sie legte zwei Schlangen ins Kinderbett der Zwillinge.

Der Bruder von Herakles bekam Angst und lief davon. Herakles aber packte die Schlangen, eine mit jeder Hand und erwürgte sie.

Ja, er hatte schon als Kind gewaltige Kräfte.

Der Orakelspruch

Herakles wuchs zu einem starken jungen Mann heran. Er genoss eine exzellente Erziehung. Es stellte sich allerdings bald heraus, daß er jähzornig war.

Eines Tages kritisiert ihn sein Musiklehrer. Herakles bebte und warf dem Lehrer voller Zorn eine Leier an den Kopf. Der Lehrer überlebte diesen Treffer nicht.

Nach seiner Ausbildung kam Herakles zurück nach Theben. Er heiratete die Tochter des Königs von Theben.

Hera war immer noch nicht müde geworden, Herakles zu schaden, wo sie nur konnte. Diesmal schickte sie ihm einen Moment des Wahnsinns. Die Sinne des Mannes vernebelten sich und er schlug wild um sich. Dabei tötete er seine Frau und seine drei Kinder, die nicht weit weg von dem Tobenden gestanden hatten.

 

 

Als sich die Sinne von Herakles wieder geklärt hatten und der Wahnsinn verschwunden war, sah er, was er angerichtet hatte. Tief getroffen suchte er im Orakel von Delphi nach Rat. Er fragte, wie er diese Tat sühnen könne.

Das Orakel gebot ihm, sich zwölf Jahre lang in den Dienst von Eurystheus zu stellen.

Die 12 Aufgaben des Herakles

Eurystheus war der König von Mykene. Er wußte, daß Herakles es auf seinen Thron abgesehen hatte. So suchte er nach einer Möglichkeit, sich des gefährlichen Mannes zu entledigen.

Er stellte ihm 12 Aufgaben, jede für sich so gefährlich, daß eine Rückkehr mehr als unwahrscheinlich erschien. Herakles nahm die Herausforderung an als Sühne für das, was er getan hatte.

  1. Nemeischer Löwe
    Das als unbesiegbar geltende Tier wurde von Herakles gefangen und erwürgt.
  2. Hydra
    Eine Schlange mit neun Köpfen, die nachwuchsen, wenn man sie abschlug.
    Herakles hinderte die Köpfe am Nachwachsen und tötete so die Hydra.
  3. Kerynitische Hirschkuh
    Eine heilige Hirschkuh
    Herakles durfte das heilige Tier nicht töten. Er brauchte ein ganzes Jahr, um es zu fangen.
  4. Erymanthischer Eber
    Der Eber hatte keine Kondition, Herakles schon. Er fing den Eber lebend.
  5. Die Ställe des Augias
    Das Ausmisten der riesigen Ställe war selbst für Herakles nicht möglich. So leitete er zwei Flüsse durch die Ställe, deren Wasser den ganzen Dreck wegspülte.
  6. Stymphalische Vögel
    Furchteinflößende und gefährliche Vögel mit Schnäbel und Krallen aus Metall.
    Herakles tötete die Ungeheuer  mit seinen vergifteten Pfeilen.
  7. Kretischer Stier
    Ein wahnsinniger Stier, der Kreta verwüstete.
    Herakles zähmte den wilden Stier und brachte ihn lebend nach Mykene.
  8. Rosse des Diomedes
    Die wilden Pferde von König Diomedes.
    Herakles warf den Pferden Diomedes zum Frass vor und zähmte sie so.

  9. Gürtel der Hippolyte
    Die Amazonenkönigin Hippolyte wollte Herakles ihren Zaubergürtel geben. Da mischte sich Hera ein und es kam zu einem Gemetzel unter den Amazonen. Herakles bakam den Gürtel dennoch.
  10. Rinderherde von Geryon
    Herakles erobert die Rinderherde, indem er den Riesen Geryon tötet.
  11. Äpfel der Hesperiden
    Die Äpfel der Hesperiden verliehen den Göttern ewige Jugend. Sie wurden von einem Drachen bewacht.
    Herakles überredete Atlas, den Vater der Hesperiden, für ihn die Äpfel zu pflücken.
  12. Kerberos
    Herakles entführte den Höllenhund aus der Unterwelt

Das Ende von Herakles

Herakles hatte wieder geheiratet. Seine zweite Frau hieß Deïaneira.

Eines Tages, beim Überqueren eines Flusses, versuchte der Zentaur Nessos die Frau von Herakles zu entführen. Er hatte angeboten, sie über den Fluß zu tragen, damit  sie nicht nass würde und sich erkälte. Deïaneira hatte begeistert eingewilligt.

Nun floh der Zentaur, Deïaneira auf dem Rücken, flussabwärts. Herakles bemerkt das Vorhaben des Zentauren erst spät, aber nicht zu spät. Er war ein begnadeter Bogenschütze und jagte Nessos einen Pfeil hinterher.

Der vergiftete Pfeil fand sein Ziel.

Nessos wußte, daß er den Treffer nicht überleben würde. Er würde Herakles aber eine Geschenk hinterlassen, an dem der Held zu kauen haben würde.

Nessos riet Deïaneira, sein Blut aufzufangen und für später aufzuheben. Sollte sie einmal das Gefühl haben, ihr Gatte würde ihr untreu werden, brauchte sie ihn nur mit ein wenig von diesem Blut benetzen und er würde ihr ewig treu bleiben.

Nach einigen Jahren der Ehe bemerkte Deïaneira eine Veränderung im Verhalten ihres Gatten. Er war umsorgte sie nicht mehr so, wie sie es eigentlich gewohnt war. Da konnte doch nur eine andere Frau dahinterstecken.

 Deïaneira nahm ein Hemd ihres Gatten und strich es mit dem Blut des Zentauren ein. Als Herakles das Hemd überzog, verspürte er plötzlich einen stechenden Schmerz. Sogleich versuchte er, das Hemd wieder auszuziehen, was ihm aber nicht gelang. Es hatte sich mit seinem Fleisch verbunden.

Herakles litt Höllenqualen. Der Pfeil, mit dem er damals Nessos getötet hatte, war mit dem Gift der Hydra präpariert gewesen. Und dieses Gift war übergegangen in das Blut des Zentauren. Und mit diesem vergifteten Blut hatte Deïaneira das Hemd eingestichen, das Herakles nun trug.

Als Deïaneira erkannte, was sie da unwissentlich angestellt hatte, brachte sie sich um. Herakles kämpfte gegen die Qualen an, unterlag aber. Er hielt die Schmerzen nicht mehr aus und ließ sich auf einem Scheiterhaufen verbrennen.

 

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