Messier 109 und ein Quasar

Messier 109 ist eine wunderschöne Balkenspiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, in der viele neue Sterne entstehen.

Die Galaxie ist Namensgeber der M109-Gruppe, einer großen und losen Ansammlung von etwas mehr als 50 Galaxien, die sich in einer Entfernung um die 50 Millionen Lichtjahre von uns befinden. Messier 109 ist das hellste Mitglied dieser Gruppe.

Ein kurzer Exkurs in die Struktur des Universums:

  • Die M109-Gruppe ist ein Teil des Ursa-Major-Galaxienhaufens
  • Der Ursa-Major-Galaxienhaufen ist ein Teil des Virgo-Supergalaxienhaufens
  • Der Virgo-Supergalaxienhaufen ist ein Teil des Laniakea-Supergalaxienhaufens

Wenn wir schon dabei sind, dann schauen wir uns diese Einteilung doch einmal für unsere Milchstraße an:

  • Die Milchstraße gehört zur Lokalen Gruppe
  • Die Lokale Gruppe gehört zum Virgo-Supergalaxienhaufen
  • Der Virgo-Supergalaxienhaufen ist ein Teil des Laniakea-Supergalaxienhaufens

Exkurs Ende! Jetzt geht es weiter mit Messier 109.

M109 ist 10,6 Magnituden hell und etwa 7 x 4 Bogenminuten groß. Sie ist umgeben von drei Satellitengalaxien, die eng an sie gebunden sind:

  • Links unter in der Bildecke ist UGC 6923 zu sehen, eine normale Spiralgalaxie, etwa 13,9 Magnituden hell.
  • Die kleine blau erscheinende Galaxie links neben M109, auf halbem Weg zum Bildrand, ist UGC 6940, eine Spiralgalaxie, etwa 16,2 Magnituden hell (oder sollte ich sagen dunkel?).
  • Die dritte Satellitengalaxie ist oben am Bildrand zu sehen. Sie hört auf den Namen UGC 6969 und ist eine 15 Magnituden helle Spirale.

In dem Bild sind noch andere interessante Sachen zu sehen, zum Beispiel Quasare. Oben am Bildrand rechts neben der dortigen Satellitengalaxie befindet sich solch ein Gigant. Ich hab mal ins Bild reingezoomt, um den Ausschnitt in Maximalauflösung zu zeigen.

Dort, wo der weiße Pfeil hinzeigt, befindet sich ein Quasar, also der Kern einer Galaxie, der so hell ist, daß er seine gesamte Heimatgalaxie überstrahlt.
Dieser Quasar hat übrigens eine Rotverschiebung von z=3, was bedeutet, daß das Universum gerade einmal ein Viertel der heutigen Größe hatte, als sich das Licht des Quasars auf den Weg zu uns machte. Das Licht dieses Teils war so lange unterwegs, daß der Quasar nur mit einer Helligkeit von 20 Magnituden am Nachthimmel leuchtet.

Damit wären wir dann beim Urknall und der Expansion des Universums angelangt, ein Thema, das ich, ebenso wie die Strukturierung des Weltalls, später einmal kurz überreißen werde.

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