Das Trapez im Orionnebel

Der Orionnebel ist ein Emissionsnebel, eine riesengroße Wasserstoffwolke mit einem Durchmesser von zwei Dutzend Lichtjahren. Da stellt sich uns nun die Frage, was bringt den Orionnebel so schön zum Leuchten?

Nun verantwortlich dafür sind junge und sehr heiße Sterne. Diese Sterne strahlen eine Menge Energie im blauen und ultraviolletten Bereich ab, genügend Energie, um die Wasserstoffatome dazu zu bringen, ihre Elektronen auf ein höheres Energieniveau zu bringen. Auf dem Weg zurück in ihren Grundzustand wird diese Energie wieder frei und als elektromagnetische Welle abgestrahlt. Das nennt man übrigens Quantensprung. Die Frequenz des Lichts ist dabei hauptsächlich die der dunkelroten H-Alpha Linie. Deshalb die rote Farbe.

Vier dieser energiereichen Sterne sind in der Form eines Trapezes angeordnet. Schauen wir uns das etwas genauer an. Die Trapezsterne befinden sich innerhalb der grünen Umrandung (der verwaschene Fleck in der Mitte des Feldes).

Zoomen wir also in dieses Feld hinein

Nun kann man, bei 2.000mm Brennweite, die Trapezsterne gut in der Bildmitte erkennen. Ich hab mir das Vergnügen gegönnt und die Sterne beschriftet:

Der Sterne mit der größten UV-Strahlung befindet sich im Mehrfachsystem Theta1 Orionis C. Und dieser Stern ist ein wahrer Strahlungsgigant:

  • Er ist achtmal so groß und dreiunddreißig mal so schwer wie unsere Sonne
  • Seine Temperatur beträgt 45.000 Grad
  • Er strahlt 250.000mal so stark wie die Sonne.

Dieser Stern tut das meiste dazu, um den Orionnebel zum Leuchten zu bringen.

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